Noticias De Sudamericá

25. October 2006

Estancia en Alemania Teil 2

Mitte September bis Mitte Oktober - Eineinhalb Monate war ich auf einen “Heimurlaub” Deutschland. Aber von Urlaub kann man kaum sprechen, hab alles gemacht außer mich ausgeruht. Wenn mich jeman fragt was ich denn die ganze Zeit gemacht hätte, kann ich wohl nur Antworten: Ich hab Leute getroffen - Deutsche, Kolumbianer, Freunde, Familie, Blogger, Kommilitonen, einen Professor, Verleger, Hersteller, Softwareentwickler, Hessen, Bayern, Berliner und natürlich vielen Leipziger und Sachsen (die Zwei allerdings leider nicht).
Frei nach dem Motte wer weiß wann ich mal wieder nach Deutschland komme wollte ich alle und jeden treffen, keine Hochzeit (Herzliche Grüße an Beate und Thomas), keine Messe, keine Salsaparty und keinen Abend bei Bierchen im Kerzenschein auslassen. Nur das Oktoberfest hab ich LEIDER nicht mehr geschafft - aber wenn die Hochzeit nicht gewesen wäre ;)
Da schon der Finnlandurlaub dieses Jahr ausfallen mußte, hab ich mir wenigstens noch einen Minispanientrip gegeben. Am 13. Oktober sollte mein Billigstflieger (€ 234,- bei www.airpluscomet.com) mich von Madrid nach Bogotá bringen. Also flog ich zusammen mit Christiane und Easyjet (€ 47.49) nach Barcelona. Ich besuchte Albert, mit dem ich eine Jahr lang in Helsinki zusammenwohnte und sie Fredi, einen Halbkolumbianer/Halbfranzose der Akzentfrei deutsch spricht. Nachdem wir nur einmal auswahren - im mußte ich auch schon weiter - per Nachtbus nach Madrid. Früh 6 Uhr kam ich an. Viel zu frueh um schon zum Flughafen zu Fahren dachte ich, also Schloss ich 30 von meinen 40 Kilo Gepäck am Busterminal ein und wanderte durch das noch total verschlafene Madrid. Irgendwann gegen 6.50 Uhr fand ich dann eine Kneipe, dass um sieben aufmachen sollte. Dort aß ich Churros und trank die dicke spanische heiße Schokolade. Wie sollte es auch anders sein, lernte ich in der Kneipe eine Kolumbianerin kennen. Die ihrem alkoloischen Mundgeruch nach, gerade von einer Party zu kommen schien. Sie war mit ein paar Freunden unterwegs, offensichtlich Spanier, die weniger gesprächig waren. Was sie veranlaßt hat gleich mal über die unenspannten Spanier herzuziehen. Ich für meinen Teil hab mich amüsiert.
Und dann ist es doch zu spät geworden, die U-Bahn führ nicht wie sie sollte, und ich mußte ein Taxi nehmen um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Am Check-In begrüßte mich ein Kolumbianer dachte ich zumindest aber als er ein paar Worte deutsch rausquetschte, fragte ich nach. Er wurde in Thüringen geboren, hat aber sein ganzen Leben in Kolumbien verbracht. Mit einem Tschüß verabschiedeten wir uns und ich war nun endgültig auf dem Weg nach Bogotá…