Noticias De Sudamericá

29. August 2006

Un salto temporal adelante

Februar bis August 2006 - Die Ereignisse der letzten 6 Monate:
Taganga ist klein, gemütlich aber dennoch fehlt es an nix: Baden, Tauchen, Wandern, Feiern, Schlemmen und Santa Marta unsicher machen. Die karibische Großstadt liegt nur einen Steinwurf weit entfernt. Und gleich in der Nähe liegt der paradisische Nationalpark Tayrona und die legendäre Ciudad Perdida (die Verlorene Stadt) - eine inzwischen im Urwald eingewachsene indiansche Stadt.

Zum Park Tayrona sind wir noch zu dritt gefahren, für die Verlorene Stadt hab ich mich von Marcus und Christiane für ein paar Tage abgesetzt. Der Urwaldtrip zur Stadt war fast aufregender als die Stadt selbst, insgesamt waren wir eine Woche unterwegs, davon 3 Tage Hinweg, 1 Tag in der Verlorenen Stadt und 3 Tage Rückweg. Fotos der Stadt folgen. Auf dem besonders beschwerlichen Rückweg ging es schon mal querwaldein; die schlammigen An- und Abstiege, die vielen Flußquerungen machten es zu einem echten Urwaldabenteur.

Nach zweitägiger Erholung in einem echten Bett in Taganga und einer Nachtbusfahrt traf ich Marcus und Christiane in Medellin wieder. Die beiden hatten sich vor unserem Wiedersehen ein paar schöne Tage in Cartagena gemacht.

Die Stadt Medellin wirkte ungewohnt geordnet, das lag wohl an dem modernen Metrosystem (das sogar eine Seilbahn einschließt) mit dem man sich einfach schnell und unkompiliziert fortbewegen konnte. Am dritten Tag sind wir mit ein paar Freunden aus dem Hostel zufällig in einem ärmeren Stadtteil gelandet und wurden von den Kinder, die noch nie einen Ausländer aus der nähe gesehen hatten, herzlich empfangen. Sie führten uns durch ihre Straßen und in ihre Schule (Bilder folgen).

Mitte März fuhren wir gemeinsam zurück nach Bogota, Christianes 5 Wochen waren um, und wir verabschiedeten sie kurz darauf am Goldenen Flughafen (Aeropuerto Dorado). Zwei Tage später verabschiedete sich auch Marcus - er hatte die Nase voll vom Dauerregen und der Kälte in Bogota zur Regenzeit. Ich blieb um das Iberioamericano-Theaterfestival nicht zu verpassen. Das Iberioamericano ist ein wirklich großes internationales Festival das alle zwei Jahre in der Hauptstadt stattfindet. In den drei Veranstaltungswochen war ich fast jeden Tag im Theater, der krönende Abschluß war dabei “Wer hat Angst vor Verginia Woolf” vom Deutschen Theater Berlin.

Zur selben Zeit wurde mir ein Marketingjob in einer mittelständigen, bogotayanischen Druckerei angeboten. Woraufhin ich ein paar Wochen reinschnupperte und mich entschloß richtig einzusteigen. Jedoch mußte ich im Mai zunächst zurück nach Deutschland - um meine Sachen zu packen. Seit Ende Juni wohne ich nun in Bogota und lerne Stadt, Land, Leute, Sprache und nicht zuletzt den Markt in einer neuen Intesität kennen.