Noticias De Sudamericá

16. February 2007

Ayer hace un año

Gestern vor einem Jahr bin ich das erste mal in Bogotá angekommen. Ein Jahr Kolumbien könnte mal also fast sagen. Wobei ich zusammengenommen erst knapp 8 Monate hier bin. Dennoch kommt mir die Zeit viel länger vor. Zuviel ist passiert - vor allem nachdem ich das letzte mal im Oktober nach Bogotá heimgekehrt bin. In diesen letzten Monaten hab ich den Job in der Druckerei hingeschmissen, weil ich mit dem Chef nie auf einen Nenner gekommen bin, über Weihnachten auf der Sucher nach einem Investor für den neuen “Job” in eignen Internetkulturprojekt hab ich mir in Toronto eine 2500 CAN $ Software klauen lassen. Und seit 3 Tagen kann ich ernsthaft sagen, dass “Modell- und Schauspielkariere” in greifbare Nähe gerückt sind.
Zumindest bekommt man diese Gefühl wenn man mal eben für eine Telenovela einen Nachmittag den deutschen Tierarzt spielen darf, der der Hauptdarsteller erklären muß dass ihr Hahn totsterbenskrank ist. Als Ausländer hat man hier für sowas ganz gute Karten - dennoch Beziehung ist das A und O. In diesem Fall heißt mein Kontakt Rudi. Er ist auch kein Gelehter der Schauspielkunst und denoch ist er einer der Hauptdarsteller einer Telenovela die demnächst im Fernsehen anläuft.

Ach ja, und dann sind wir seit 2 Wochen intensiv auf Wohnungssuche. Müssen leider schnell was neues finden und diese riesige, helle und supergünstige Wohnung verlassen - aus “Sicherheitsgründen” sozusagen. Vor 2 Wochen würde versucht bei uns einzubrechen, was für eine Beunruhigung sorgt, die einen jeden Tag wenn man nach Hause kommt das schlimmste befürchten läßt.
Bisher war die Wohnungssuche recht erfolglos - in der Stadtteilen in denen wir suchen gibt einfach kaum freie Wohnungen. Und dann kommt hinzu dass wir ein paar Ansprüche an die Wohnung stellen - vor allem was die Größe und den Preis angeht. Am Ende hilft auch hier nur Vitamin B. Mann braucht Leute die wissen wo gerade was günstiges, schönes, größes, helles frei wird. Tja, was Wohnungssuche angeht lob ich mir mein Leipzig.

19. December 2006

Estancia en Alemania - In Bildern

Ein paar Fotos: aus Merseburg (am Tag der Hochzeit), aus der Holbeinstrasse und das letzte in der Metro in Barcelona.

2006-09-16 13-40-24_0035.jpg

DSC00221.jpg

100_0444.jpg

25. October 2006

Estancia en Alemania Teil 2

Mitte September bis Mitte Oktober - Eineinhalb Monate war ich auf einen “Heimurlaub” Deutschland. Aber von Urlaub kann man kaum sprechen, hab alles gemacht außer mich ausgeruht. Wenn mich jeman fragt was ich denn die ganze Zeit gemacht hätte, kann ich wohl nur Antworten: Ich hab Leute getroffen - Deutsche, Kolumbianer, Freunde, Familie, Blogger, Kommilitonen, einen Professor, Verleger, Hersteller, Softwareentwickler, Hessen, Bayern, Berliner und natürlich vielen Leipziger und Sachsen (die Zwei allerdings leider nicht).
Frei nach dem Motte wer weiß wann ich mal wieder nach Deutschland komme wollte ich alle und jeden treffen, keine Hochzeit (Herzliche Grüße an Beate und Thomas), keine Messe, keine Salsaparty und keinen Abend bei Bierchen im Kerzenschein auslassen. Nur das Oktoberfest hab ich LEIDER nicht mehr geschafft - aber wenn die Hochzeit nicht gewesen wäre ;)
Da schon der Finnlandurlaub dieses Jahr ausfallen mußte, hab ich mir wenigstens noch einen Minispanientrip gegeben. Am 13. Oktober sollte mein Billigstflieger (€ 234,- bei www.airpluscomet.com) mich von Madrid nach Bogotá bringen. Also flog ich zusammen mit Christiane und Easyjet (€ 47.49) nach Barcelona. Ich besuchte Albert, mit dem ich eine Jahr lang in Helsinki zusammenwohnte und sie Fredi, einen Halbkolumbianer/Halbfranzose der Akzentfrei deutsch spricht. Nachdem wir nur einmal auswahren - im mußte ich auch schon weiter - per Nachtbus nach Madrid. Früh 6 Uhr kam ich an. Viel zu frueh um schon zum Flughafen zu Fahren dachte ich, also Schloss ich 30 von meinen 40 Kilo Gepäck am Busterminal ein und wanderte durch das noch total verschlafene Madrid. Irgendwann gegen 6.50 Uhr fand ich dann eine Kneipe, dass um sieben aufmachen sollte. Dort aß ich Churros und trank die dicke spanische heiße Schokolade. Wie sollte es auch anders sein, lernte ich in der Kneipe eine Kolumbianerin kennen. Die ihrem alkoloischen Mundgeruch nach, gerade von einer Party zu kommen schien. Sie war mit ein paar Freunden unterwegs, offensichtlich Spanier, die weniger gesprächig waren. Was sie veranlaßt hat gleich mal über die unenspannten Spanier herzuziehen. Ich für meinen Teil hab mich amüsiert.
Und dann ist es doch zu spät geworden, die U-Bahn führ nicht wie sie sollte, und ich mußte ein Taxi nehmen um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Am Check-In begrüßte mich ein Kolumbianer dachte ich zumindest aber als er ein paar Worte deutsch rausquetschte, fragte ich nach. Er wurde in Thüringen geboren, hat aber sein ganzen Leben in Kolumbien verbracht. Mit einem Tschüß verabschiedeten wir uns und ich war nun endgültig auf dem Weg nach Bogotá…

27. September 2006

Una porción web2.0 - sobre “Chance web2.0″

Eine Portion Web2.0 - über “Chance web2.0″

Gern würde ich über web2.0 ein Essey schreiben, und vielleicht tu ich das irgendwann, aber in diesem Beitrag soll es um einen Kongress gehen, den ich am 25.9.06 in Köln besuchte. Der Titel des Kongresses “Chance web2.0 - Neue Wege im Internet beschreiten”.
Zahlreiche interessante Leute der Web- und Werbebranche versammelten sich in nH-City-Hotel am Rheinufer und sprachen zu Themen, die die Internetwelt von heute bewegen. Vom Veranstalter directnews wurde ich, wie auch 18 weitere Blogger auf den Kongress eingeladen um Live darüber zu bloggen. Live ging die Sache bei mir nicht zu, dafür waren die Rahmenbedingungen vor Ort ungünstig, aber umso mehr konnte ich vom Geschehen am Veranstaltungsort aufnehmen. Der vollgeschriebene Papierblock mit seinen Gedankenfetzen ist die Grundlage für einen kleinen Kongress-Ausschnitt:

Schon der erste Blick auf das straffe Programm mit kurzen Pausen ließ befürchten, dass der Austausch zwischen den Veranstaltungsteilnehmer kaum möglich sei. Erstaunlicherweise wurden die kurzen Pausen genutzt um ins Gespräch zu kommen - Referenten, Gäste, Blogger untereinander und miteinander. Was man beim späteren Lesen des Programms außerdem bemerkte, bis auf dem Namen des Veranstalters und der Beate Uhse AG wird keine weitere Firma erwähnt. Der überwiegende Teil der praxisorientierten Vorträge handelte jedoch von konkreten Produkt- oder Firmenbeispielen.
Der Kongress “Chance web2.0″ ein Wissens- und Erfahrungsaustausch von und für web2.0-Firmen und solche die es werden wollen.

Aussagen der Referenzen

Martin Oetting, sagt zum Stichwort Kontrollverlust der eigenen e-Reputation, es laufe von selbst, man kann es nicht kontrollieren nur versuchen im eigenen Sinne zu prägen.

Alexander Hopstein, gibt zu bedenken, dass es Web1.0 erst seit Web2.0 gibt. Die Technik sei unsozial, mit Web2.0 sind neue Techniken vorhanden, die grafische Benutzerschnittstelle und Inhalte sozialer machen.

Nach Sarik Weber steigt der “Networth” mit der Größe des “Network”, er verrät sogar eine einfach verständlich Formel, die ab 500 Kontakten gelte: Kontaktanzahl * 100 = Gehalt.

Christian Clawien vergleicht das Web2.0 mit Telefon-Fax-AB-Kombigräten, ähnlich wie bei den Telefonkombis, die sich nicht auf dem Markt durchsetzen konnten, ist auch die eierlegende web2.0-Wollmilchsau kaum sinnvoll.

Klaus Eck fragt, ob denn nicht die Unternehmen auch Angst vor dem Kunden hätten.

cut

Der Kongress hat es geschafft meine Gedanken anzuregen und mich über neue Konzepte nachdenken zu lassen, dabei sind viele neue Fragen aufgetaucht, die auf dem Kongress nicht beantwortet wurden.
Zum Beispiel: Wie das Verhältnis von Bloggern zu Bloglesern ist und welche Relevanz sie für die Meinungsbildung im Netz haben. Einerseits scheint es viele Blogs zu geben, die von keinem gelesen werden, andererseits gibt es viele Blogleser, die selbst nicht bloggen.
Oder: Wo eigentlich das web2.0 anfängt und wo das web1.0 aufhört? Gibt es web2.0 auch im Mobiltelefon- und PDA-Bereich. Was sind hier die Praxisbeispiele für Web1.0 und Web2.0?
Nicht zuletzt: Ob die online-alles-kostenlos-Kultur mit web2.0 aufgebrochen wird? Auch wenn der eine oder andere inzwischen gern 3 Euro für ein großes E-mail Postfach mit IMAP plus extras ausgibt, ist der Otto-Normal-Surfer noch weit entfernt für einen e-mail Konto oder andere reine Onlinedienste zu zahlen.

Für mich ist das web2.0 das web von heute, das web2006- vernetzter, sozialer, reaktionsfreudiger, fokusierter, syncroner, überwachter, vielleicht sogar menschlicher als das Web1.0.

25. September 2006

Congreso “Chance Web 2.0″ en Colonia

Montag 25.09.06: Als Liveblogger bin ich mit einer Wildcard zum “Chance Web 2.0″-Kongress nach Köln gekommen. Weitere Infos und den Liveblog auf englisch findet ihr unter http://web.mac.com/michael.huebert/iWeb/

23. September 2006

Estancia en Alemania Teil 1

Ende August bis Mitte September - Nach wieder nur 2 Monaten in Kolumbien, nahm ich am 27. August vorzeitig meinen Deutschlandflug um mich um ein paar familiäre und Visa-Angelgenheiten zu kümmern. Und da man den langen Flug auch nicht nur für einen Kurzaufenhalt auf sich nehmen will ist der Rückflug nach Bogotá erst Mitte Oktober gebucht.
Meine erste Woche in Deutschland verbrachte ich im Bett - Jetlack, Klimawechsel, Heimweh und die dicke Luft (Leipzig liegt 2000m tiefer als Bogotá) erschlugen mich völlig. Aber dann ging es Bergauf und ich begann meinen Aufenthalt zu geniessen. Vor allem die vielen Gesprächen mit guten Freunden trösten mich immer über das Heimweh nach Bogotá hinweg. Zum ersten mal war mir bewußt, dass ich mich in Kolumbien zu Hause fühle.
Auf der anderen Seite weiss ich, dass ich auch wieder eine oder zwei Wochen brauchen werde um mich in dieser 8 Millionen Metropole wieder richtig wohl zu fühlen. Obwohl es immer wieder erstaunliche Übereinstimmung mit Deutschland gibt (gerade was die Kultur angeht) ist das Leben doch anders - ich glaube es fühlt sich realer aber auch härter an.

29. August 2006

Un salto temporal adelante

Februar bis August 2006 - Die Ereignisse der letzten 6 Monate:
Taganga ist klein, gemütlich aber dennoch fehlt es an nix: Baden, Tauchen, Wandern, Feiern, Schlemmen und Santa Marta unsicher machen. Die karibische Großstadt liegt nur einen Steinwurf weit entfernt. Und gleich in der Nähe liegt der paradisische Nationalpark Tayrona und die legendäre Ciudad Perdida (die Verlorene Stadt) - eine inzwischen im Urwald eingewachsene indiansche Stadt.

Zum Park Tayrona sind wir noch zu dritt gefahren, für die Verlorene Stadt hab ich mich von Marcus und Christiane für ein paar Tage abgesetzt. Der Urwaldtrip zur Stadt war fast aufregender als die Stadt selbst, insgesamt waren wir eine Woche unterwegs, davon 3 Tage Hinweg, 1 Tag in der Verlorenen Stadt und 3 Tage Rückweg. Fotos der Stadt folgen. Auf dem besonders beschwerlichen Rückweg ging es schon mal querwaldein; die schlammigen An- und Abstiege, die vielen Flußquerungen machten es zu einem echten Urwaldabenteur.

Nach zweitägiger Erholung in einem echten Bett in Taganga und einer Nachtbusfahrt traf ich Marcus und Christiane in Medellin wieder. Die beiden hatten sich vor unserem Wiedersehen ein paar schöne Tage in Cartagena gemacht.

Die Stadt Medellin wirkte ungewohnt geordnet, das lag wohl an dem modernen Metrosystem (das sogar eine Seilbahn einschließt) mit dem man sich einfach schnell und unkompiliziert fortbewegen konnte. Am dritten Tag sind wir mit ein paar Freunden aus dem Hostel zufällig in einem ärmeren Stadtteil gelandet und wurden von den Kinder, die noch nie einen Ausländer aus der nähe gesehen hatten, herzlich empfangen. Sie führten uns durch ihre Straßen und in ihre Schule (Bilder folgen).

Mitte März fuhren wir gemeinsam zurück nach Bogota, Christianes 5 Wochen waren um, und wir verabschiedeten sie kurz darauf am Goldenen Flughafen (Aeropuerto Dorado). Zwei Tage später verabschiedete sich auch Marcus - er hatte die Nase voll vom Dauerregen und der Kälte in Bogota zur Regenzeit. Ich blieb um das Iberioamericano-Theaterfestival nicht zu verpassen. Das Iberioamericano ist ein wirklich großes internationales Festival das alle zwei Jahre in der Hauptstadt stattfindet. In den drei Veranstaltungswochen war ich fast jeden Tag im Theater, der krönende Abschluß war dabei “Wer hat Angst vor Verginia Woolf” vom Deutschen Theater Berlin.

Zur selben Zeit wurde mir ein Marketingjob in einer mittelständigen, bogotayanischen Druckerei angeboten. Woraufhin ich ein paar Wochen reinschnupperte und mich entschloß richtig einzusteigen. Jedoch mußte ich im Mai zunächst zurück nach Deutschland - um meine Sachen zu packen. Seit Ende Juni wohne ich nun in Bogota und lerne Stadt, Land, Leute, Sprache und nicht zuletzt den Markt in einer neuen Intesität kennen.

3. April 2006

de Bogota al Caribe (resumida)

Freitag 17. - Montag 27. Februar
Fuenf Tage lang haben wir gemeinsam Bogota unsicher gemacht. (more…)

20. March 2006

Rapido al norte - Peru del sur a colombia del centro

Montag 6. - Donnerstag 16. Februar
Ein wenig Stadt anschauen, ein wenig Erholung von der extremen Hoehenluft, von Korina verabschieden und schon ging es rapitamente nach Nordperu.
(more…)

20. March 2006

Hacia Peru

Sonntag 4. Februar
Gegen mittag stiegen Marcus, Korina und ich in den Bus nach Peru. Auf den frequentierten Routen ist ein zufaelliges Wiedertreffen mit alten Bekannten keine Seltenheit und so trafen wir kurz hinter der Grenze unsere Kolumbianer und Urugayaner wieder.
(more…)

Next Page »